Über Judo

Judo ist eine japanische Kampfsportart und olympische Disziplin. Ju-Do beudetet übersetzt ‚der sanfte Weg‘. Das Prinzip dieser Kampfsportkunst ist es den Gegner durch nachgeben zu besiegen bzw. den maximalen Erfolg bei minimalen Krafteinsatz zu erreichen. Dabei geht es jedoch nicht darum den Gegner zu verletzen und ihn dadurch kampfunfähig zu machen. Aus diesem Grund gibt es im Judo keine tödlichen Techniken. Auch Tritte und Schläge sind verboten. Der Judoka verwendet vor allem Würfe, Haltetechniken, Hebel und Würger. Dies alles geschieht unter dem best möglichen Einsatz von Körper und Geist. Der Körper soll durch das Training gesund und in Form gehalten werden. Doch auch der Geist soll geschult werden. Im Zentrum steht hier ein Wertesystem auf der Basis des respektvollen Miteinanders (siehe Judowerte). Dabei beschränkt Judo sich nicht auf eine bestimmte Alterklasse. Judo ist für jeden geeignet und es ist jederzeit möglich mit dem Training zu beginnen.

Die Judokas tragen im Training einen lange weiße Hose und eine weiße Jacke aus Baumwolle. Dem sogenannten Judo-Gi. Zusammen gehalten wird der Judo-Gi von einem Gürtel, dem Obi. Im Deutschen Judobund gibt es ein System mit Gürtelfarben, welches Auskunft über den Ausbildungsstand des Judokas gibt. Alle Anfänger beginnen mit dem weißen Gurt und können mit zunehmender Erfahrung in einer Prüfung ihre erlernten Techniken vorzeigen und so die nächst höhere Gürtelfarbe erlangen. Der Meistergrad entspricht dem schwarzem Gurt. Hiervon gibt es zehn Stück.

Judo hat verschiedene Formen in denen es betrieben werden kann. Zum einen ist da der Wettkampf selbst (Shiai). Die Kämpfer werden hierbei ihrem Gewicht entsprechend in Gewichtsklassen eingeteilt. Gekämpft wird auf einer quadratischen Mattenfläche und je nach Altersklasse gibt es eine bestimmte Kampfzeit in der der Gegner besiegt werden muss. Wertungen können dabei durch werfen, festhalten, hebeln oder würgen des Gegners erreicht werden. Das Ziel ist es im modernen Wettkampfsport einen ganzen Punkt, den Ippon zu erzielen. Weitere Wertungen sind der Yuko = 1/4 Punkt oder der Wazari = 1/2 Punkt die je nach Erfolg einer angesetzten Technik vergeben werden.

Eine weitere Form ist die Kata. Kata beschreibt dabei eine genau vorgeschriebene Abfolge von Judotechniken die mit einem Partner vollführt werden. Sie dient der Demonstration von technischer Präzision, Ästhetik und dem verinnerlichen von Techniken.

Das Training dient neben der allgemeinen körperlichen Ertüchtigung und dem Schulen von motorischen Grundfertigkeiten, dem Technikerwerb sowie der Technikanwendung im Übungskampf, dem Randori. Dieses kann sowohl im Stand wie auch im Boden stattfinden.

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